Tauerntunnel-Sperre 2027

Tauerntunnel-Sperre 2027: Geduldsprobe für Reisende und Pendler fixiert

Wer regelmäßig zwischen Salzburg und Kärnten pendelt, braucht in Zukunft starke Nerven. Die ÖBB haben nun den Zeitplan für die zweite Sanierungsphase des Tauerntunnels offiziell bestätigt. Ab Februar 2027 geht auf der Schiene zwischen dem Gasteinertal und Kärnten erst einmal nichts mehr. Doch das ist nur der Anfang einer langen Durststrecke für die gesamte Region.

Totalsperre der Bahnstrecke im Frühjahr 2027

Markieren Sie sich den 8. Februar 2027 rot im Kalender. An diesem Tag schließen die ÖBB den Tauerntunnel für den gesamten Zugverkehr. Die Sperre dauert voraussichtlich bis zum 9. Juli 2027 an. In diesen fünf Monaten modernisieren die Techniker die wichtige Nord-Süd-Verbindung grundlegend. Die Bahn nutzt dabei die Erfahrungen aus der ersten Bauetappe im Jahr 2025.

Für die Fahrgäste bedeutet das: Umsteigen in den Bus. Ein Schienenersatzverkehr übernimmt die Route zwischen Bischofshofen und Spittal an der Drau. Die ÖBB setzen hier auf bewährte Konzepte. Ein Direktbus soll die Pendler stündlich ans Ziel bringen. Auch zwischen Schwarzach-St. Veit und Bad Gastein fahren Busse im Taktverkehr. Die Nachtzüge weichen großräumig aus und umfahren die Baustelle komplett.

Bewährtes Konzept für Pendler und Radfahrer

ÖBB-Sprecher Robert Mosser blickt der Sperre optimistisch entgegen. Die Kunden nahmen die Ersatzbusse bei der letzten Sperre gut an. Auch 2027 soll ein spezieller Shuttledienst für Radfahrer und Pendler bereitstehen. Die Autoschleuse Tauernbahn macht während der Bauzeit allerdings eine Zwangspause. Erst am 10. Juli 2027 rollen die ersten Pkw-Transporte wieder durch den Berg. Bis dahin müssen Autofahrer auf die Straße ausweichen – und genau dort wartet das nächste Problem.

Nadelöhr Tauernautobahn: Sechs Jahre Baustelle auf der A10

Wer glaubt, nach der Bahnsanierung entspannt sich die Lage, der irrt sich gewaltig. Die ASFINAG plant bereits den nächsten Paukenschlag auf der Tauernautobahn. Ab Herbst 2027 startet die Generalsanierung des Tauerntunnels und des Katschbergtunnels. Diese Bauarbeiten ziehen sich bis in den Sommer 2033 hin. Sechs Jahre lang müssen Autofahrer mit massiven Einschränkungen rechnen.

In dieser Zeit fließt der Verkehr meistens nur einspurig durch die Tunnelröhren. Bergdruck und Wassereinbrüche machen diese Rosskur für den Beton unumgänglich. Die Sicherheitstechnik ist schlicht am Ende ihrer Lebensdauer. Immerhin gibt es eine kleine Atempause für Urlauber. In den Hauptreisemonaten Juli und August pausieren die Arbeiten. Dann stehen beide Röhren für den Reiseverkehr zur Verfügung.

Strategien gegen das drohende Stauchaos

Trotzdem befürchten Experten rund um Ostern und Pfingsten extreme Verzögerungen. Damit der Verkehr im Lungau nicht völlig zum Erliegen kommt, rüstet die ASFINAG auf. Die Mautstelle in St. Michael bekommt eine zusätzliche Video-Mautspur. Das soll die Abfertigung in Richtung Salzburg beschleunigen. Dennoch bleibt die Region für die nächsten Jahre eine logistische Herausforderung. Sowohl Schiene als auch Straße verlangen Reisenden in den Tauern viel Geduld ab.

Schreibe einen Kommentar

Tickets