Feuer-Drama in Venedig: Flammen über den Dächern von Castello fordern zwei Verletzte
Ein heftiges Feuer erleuchtete die Nacht über Venedig. Große Flammen schlugen am Dienstagabend in den Himmel. Die Bewohner des historischen Stadtteils Castello zitterten vor Angst. Der Brand brach kurz nach 21 Uhr im Herzen der Lagunenstadt aus. Das Feuer zerstörte eine hölzerne Dachterrasse im zweiten Stock eines Wohnkomplexes an der Marinaressa. Die dichte, schwarze Rauchwolke war kilometerweit sichtbar.
Der Vorfall ging glücklicherweise glimpflich aus. Die Rettungskräfte versorgten zwei verletzte Touristen. Ein Urlauber erlitt leichte Verbrennungen. Eine Frau atmete den giftigen Rauch ein und zeigte Symptome einer Rauchvergiftung. Beide Personen befinden sich nicht in Lebensgefahr. Die genaue Ursache für den plötzlichen Brand bleibt bisher ein großes Rätsel für die Ermittler.
Große Angst im hölzernen Herzen der Lagunenstadt
Der Brand löste bei den Einwohnern heftige Panik aus. Brände in Venedig sind seit Jahrhunderten ein extrem sensibles Thema. Die historische Stadt besteht zu großen Teilen aus Holz. Viele Wohngebäude nutzen alte Holzdecken und Dachstühle. Zudem erreichen schwere Rettungsfahrzeuge die engen Gassen nur sehr schwer. Die Feuerwehr muss mühsam über die Kanäle anrücken.
Diesmal traf es eine klassische Altana. Diese traditionellen Holzdachterrassen sind typisch für das venezianische Stadtbild. Viele Menschen nutzen sie für einen schönen Ausblick über die Dächer. Gestern Abend stand eine solche Plattform komplett in Flammen. Zeugen bemerkten den Rauch sofort und wählten den Notruf. Die Feuerwehr reagierte blitzschnell auf die dramatischen Meldungen der Bürger.
Einsatz auf dem Wasser: Feuerwehr kämpft gegen die Flammen
Die Retter eilten mit zwei Booten zum Unfallort. Darunter befand sich auch ein großes Löschboot mit einem Wassertank. Ein Team der Feuerwehr kämpfte sich direkt durch das Innere des Hauses vor. Die zweite Mannschaft löschte den Brand zeitgleich von der Außenseite. Der anstrengende Einsatz dauerte bis tief in die Nacht.
Zahlreiche Videos und Fotos verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken. Das Feuer wütete viele Minuten lang unkontrolliert auf dem Dach. Am Ufer der Riva Sette Martiri versammelten sich hunderte Menschen. Einheimische und Touristen beobachteten die Löscharbeiten mit großer Sorge. Die betroffene Wohnung im oberen Stockwerk war zum Zeitpunkt des Ausbruchs leer.
Rettung in letzter Sekunde und die Frage nach der Ursache
Touristen in der unteren Etage bemerkten den Brand zuerst. Sie hörten seltsame Geräusche und schlugen sofort Alarm. Die Feuerwehrleute sicherten das Gebäude nach dem Löschen gründlich ab. Sie prüften die Statik des Daches bis zum späten Abend. Die Experten untersuchen nun alle denkbaren Brandursachen. Ein technischer Defekt oder ein Kurzschluss im System gelten als wahrscheinlich.
Dieser Unfall zeigt erneut die Bedeutung moderner Sicherheitssysteme. Venedig investierte in den letzten Jahren viele Millionen Euro in ein neues Löschwassernetz. Die Stadt besitzt heute über 52 Kilometer Spezialleitungen und rund 760 Hydranten. Sieben Druckstationen sichern die Versorgung im historischen Zentrum. Diese moderne Technik rettete Castello gestern vermutlich vor einer noch größeren Katastrophe.