Rätselhafter Fund in Venedig: Toter aus Canal Grande geborgen
Venedig erwacht an diesem Sonntagmorgen, dem 26. April, mit einer traurigen Nachricht. Passanten bemerken gegen Vormittag eine leblose Gestalt im Wasser. Der Körper treibt im Canal Grande, direkt vor dem Bahnhof Santa Lucia. Sofort versammeln sich Schaulustige am Ufer nahe der Calatrava-Brücke. Viele hoffen auf ein Wunder, doch die Realität sieht düster aus.
Schneller Einsatz der Rettungskräfte
Die Alarmkette funktioniert reibungslos. Innerhalb weniger Minuten treffen die Einsatzkräfte am Fundort ein. Sanitäter und Polizisten ziehen den Mann gemeinsam aus dem Wasser. Sie bringen ihn zurück auf das trockene Marmorufer. Jede Hilfe kommt jedoch zu spät. Der Notarzt stellt nur noch den Tod fest. Die Beamten decken den Leichnam pietätvoll ab. Ein Raunen geht durch die Menge der wartenden Touristen und Einheimischen.
Wer war der Unbekannte?
Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen auf. Erste Erkenntnisse zeichnen ein Bild des Verstorbenen. Es handelt sich um einen etwa 50-jährigen Mann aus Serbien. Er lebte wohl schon länger ohne festen Wohnsitz in der Lagunenstadt. Einige Venezianer erkennen sein Gesicht wieder. Er saß oft an genau dieser Stelle am Wasser. Meist blickte er gedankenverloren auf die Wellen des Kanals. Er galt als friedlich und war der Polizei nie negativ aufgefallen. Er führte ein Leben abseits der großen Schlagzeilen.
Ein tragisches Unglück vermutet
Die Ermittler der Kriminalpolizei untersuchen den Tatort akribisch. Aktuell deutet alles auf ein tragisches Unglück hin. Die Beamten schließen die Einwirkung dritter Personen aus. Wahrscheinlich erlitt der Mann einen plötzlichen Schwächeanfall. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte unglücklich in die Tiefe. Die glatten Marmorstufen bieten in solchen Momenten kaum Halt. So endete sein Weg einsam in den Fluten der Lagune.
Die Suche nach der Identität
Die Identifizierung gestaltet sich schwierig. Der Mann trug keine Ausweispapiere bei sich. Die Experten der Spurensicherung sichern deshalb Fingerabdrücke. Sie nutzen dafür das moderne AFIS-System der staatlichen Polizei. Diese Datenbank gleicht die Merkmale weltweit ab. Die Behörden möchten den Leichnam so schnell wie möglich der Familie übergeben. Zuvor müssen sie die Verwandten in Serbien jedoch erst finden. Das Schicksal des Mannes bewegt die Menschen vor Ort tief. Ein stiller Moment der Trauer legt sich über den sonst so trubeligen Bahnhofsplatz.