Heute wehte ein herrlicher Duft von Zucker und Zimt durch die Gassen von Castello. In der Küche des renommierten Instituts Andrea Barbarigo herrschte reger Betrieb. Die diesjährigen 12 Marien des venezianischen Carnevals tauschten ihre prachtvollen Kleider gegen weiße Schürzen. Gemeinsam mit den Schülern der Hotelfachschule wagten sie sich an die Geheimnisse der venezianischen Backkunst.
Tradition trifft auf junge Talente
Das Kneten, Backen und Anrichten gehört im Barbarigo zum täglichen Handwerk. Doch heute war die Stimmung besonders ausgelassen. Die Schüler leiteten die jungen Frauen mit viel Geduld und Stolz an. Gemeinsam zauberten sie die Klassiker der Saison: goldgelbe Frittelle, knusprige Galani und süße Castagnole. Diese Leckereien gehören zum Carneval wie die Masken zum Markusplatz.







Bilder: Comune di Venezia
Die Schule gilt als eine der besten Adressen der Stadt. Hier lernen die Fachkräfte von morgen ihr Handwerk von der Pike auf. Dabei geht es nicht nur um Rezepte. Die Jugendlichen vermitteln auch die kulinarische Geschichte Venedigs an die Gäste.
Ein wichtiger Termin für die Stadt
Auch die Politik ließ sich dieses süße Spektakel nicht entgehen. Sebastiano Costalonga, Stadtrat für produktive Tätigkeiten, besuchte die fleißigen Bäckerinnen. Er überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung und lobte die enge Zusammenarbeit. „Diese Schule bereitet unsere Jugend perfekt auf die Zukunft im Tourismus vor“, betonte er sichtlich beeindruckt.
Die Schulleiterin Rachele Scandella öffnet seit Jahren die Türen für diese Tradition. Dank ihres Engagements erleben die Marien jedes Jahr diesen einzigartigen Vormittag. Sie tauchen tief in die Welt der Gastronomie und Gastfreundschaft ein.
Profis von morgen am Werk
In den modernen Küchen des Instituts entstehen nicht nur Desserts. Hier wachsen echte Profis für die internationale Hotellerie heran. Der Besuch der 12 Marien zeigt die starke Verbindung zwischen Bildung und Brauchtum in Venedig. Am Ende des Vormittags waren sich alle einig: Die selbstgemachten Köstlichkeiten schmecken am besten. Mit viel Mehl an den Händen und einem Lächeln im Gesicht endete dieser besondere Schultag.